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Internationales Urheberrecht

Soeben ist das „Handbuch Urheberrecht“ mit dem Kapitel „Internationales Urheberrecht“ von Dr. Stephan Dittl erschienen. Das von Bisges herausgegebene Fachbuch ist Bestandteil der Reihe „Berliner Handbücher“ des Erich Schmidt Verlag und richtet sich in erster Linie an Praktiker. Daher sind zahlreiche Text- und Vertragsmuster, Klauselbeispiele und Checklisten enthalten. Besonderen Wert wurde auf die digitalen Verwertungsmöglichkeiten gelegt, deren Bedeutung für das Urheberrecht stetig steigt.

Handbuch Urheberrecht - Internationales Urheberrecht

Handbuch Urheberrecht Internationales Urheberrecht

Inhalt des Kapitels Internationales Urheberrecht

Im Kapitel Internationales Urheberrecht werden zunächst die wesentlichen Grundprinzipien dieses Rechtsbereichs vorgestellt, die dem Netzwerk der entsprechenden Staatsverträge zugrundeliegen. Hierbei geht es um das Territorialitäts- und das Schutzlandprinzip, den Grundsatz der Inländerbehandlung und die urheberrechtlichen Mindestrechte für die Angehörigen der Mitgliedstaaten der jeweiligen Staatsverträge.

Im Anschluss daran wird dargestellt, wie die Frage des anwendbaren Rechts zu klären ist. Dies betrifft beispielsweise die Regelungen für die Anwendungen deutschen Urheberrechts auf Ausländer, die im internationalen Urheberecht keine Selbstverständlichkeit darstellt. Relevant ist in diesem Zusammenhang aber auch das internationale Kollisionsrecht, und zwar sowohl für Urheberrechtsverletzungen als auch für Urheberrechtsverträge.

Allerdings steigt die Tendenz zur Harmonisierung auf supranationaler Ebene im internationalen Urheberrecht. Ausgangspunkt hierfür sind zahlreiche Staatsverträge, ausgehend von der Revidierten Berner Übereinkunft (RBÜ) bis zum Vertrag von Marrakesch um den Zugang zu veröffentlichten Werken für blinde, sehbehinderte oder sonst lesebehinderte Personen zu erleichtern. Aber auch bilaterale Staatsverträge können von Bedeutung sein. Und schließlich führen innerhalb der Europäischen Union zahlreiche EU-Richtlinien dazu, dass die Mitgliedstaaten ihre nationalen Rechtsvorschriften anpassen müssen; die Anwendung des nationalen Urheberrechts hängt deshalb mehr und mehr von der Auslegung der Richtlinien durch den Europäischen Gerichtshof ab, vor dem sowohl Dr. Stephan Dittl als auch Prof. Dr. Hanns-Christian Salger schon in entsprechenden Verfahren agiert haben.

Den Abschluss des Kapitels Internationales Urheberrecht bildet der Abschnitt über internationale Gerichtszuständigkeiten, der sowohl die ordentliche Gerichtsbarkeit als auch internationale Schiedsverfahren behandelt. Von besonderer Bedeutung für den Praktiker dürfte die Checkliste zur Prüfungsreihenfolge bei Urheberrechtsverletzungen mit Auslandsbezug sein.

Vorwort und Inhaltsverzeichnis des Handbuchs Urheberrecht – einschließlich des Kapitels Internationales Urheberrecht – lassen sich hier abrufen.